LANDESTYPISCHE SPEZIALITÄTEN

SPANIEN

Kulinarisch gesehen ist Spanien ein spannendes Land. Man sieht, dass das Essen in Spanien, genauso wie in Frankreich, einen hohen Stellenwert hat. Die Auswahl der Lebensmittel und die Qualität hat uns fast immer überzeugt. Die Spezialitäten des Landes sind deftig, mediterran und reich an Fleisch, Fisch und Gemüse.

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Beginnen möchten wir mit den wohl bekanntesten Spezialitäten Spaniens, den Tapas. Hier sind der Vielfalt und auch der Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

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Im Norden Spaniens nennen sich die Tapas übrigens Pintxo und sind wohl landesweit für Ihre besonders kreative und aufwändige Herstellung bekannt. Auf den Brotscheiben werden Fleischspieße, Gemüse, Fischpasten und Schalentiere sowie Käse, Wurst und Co. zu wahren Kunstwerken drapiert und schmecken wirklich umwerfend. Das tolle ist: In den Pintxo-Bars kann man sich 1 Pintxo aussuchen oder 2 oder 3 – je nach Appetit.

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Im restlichen Spanien heißen die Tapas dann auch wirklich Tapas und sind dann nicht mehr ganz so kreativ, aber auch nicht weniger lecker. Hier bestehen Tapas dann mal aus chickenwings, frittierten Artischocken (siehe Bild oben) oder verschiedenen Wurstwaren, wie z.B. der Chorizo (Salami mit Paprika und Knoblauch), oder dem Jamón Iberico (luftgetrockneter Schinken vom iberico – Schwein).

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Besonders bekannt ist natürlich der Serrano-Schinken, oder auch der Pata negra. In manchen Städten gibt es Läden, in denen ausschließlich Schinken verkauft wird. Dort hängen die Schinken zu Hunderten an den Wänden. Auch in den Supermärkten gibt es ganze Wände, an denen ausschließlich Schinkenkeulen präsentiert werden.

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Zu unserem Sylvesterabend haben wir uns ja auch mit Tapas versorgt – alles selbst hergestellt. Unter anderem gab es eine Gazpacho, eine kalte Gemüsesuppe mit Gurke, Tomate, Paprika und Knoblauch.

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Fisch und Fleisch ist in Spanien in einer tollen Qualität und Auswahl zu bekommen. Auch die Präsentation der Produkte ist z.T. etwas außergewöhnlich. In manchen Städten werden die Produkte im Schaufenster des Restaurants präsentiert. Ob das nun der Oktopus ist oder das Rinderkotelette.

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Eine der typischen Spezialitäten, die aus Oktopus hergestellt wird, ist der pulpo á la gallega, ein traditionelles Oktopusgericht aus Galicien. Dafür werden die gekochten Oktopustentakeln in Scheiben geschnitten, mit Salz, Paprikapulver und Olivenöl gewürzt und traditionell auf einem Holzteller serviert. Das schmeckt ganz lecker, wenn man Tintenfisch gerne mag.

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Tortilla ist sicherlich auch vielen ein Begriff. Die klassische Tortilla wird aus Kartoffeln, Eiern und Zwiebeln hergestellt. Hin und wieder verirrt sich aber auch mal noch Paprika oder anderes Gemüse in der Tortilla. Wir haben in Spanien sogar spezielle Tortilla-Pfannen gesehen, die aus zwei Teilen bestehen. Damit kann man die Tortilla mit den Pfannen zusammen wenden – sehr praktisch.

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Für den kleinen Hunger zwischendurch, bieten sich die Empanadas an. Die mit Fleisch, Gemüse oder Fisch gefüllten Teigtaschen gibt es in spanischen Bäckereien und werden meist lauwarm gegessen.

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Wenn wir von spanischen Spezialitäten sprechen, dann darf natürlich die Spezialität schlechthin nicht fehlen: die Paella. Ursprünglich kommt die Paella aus Valencia.

Das Reisgericht enthält neben speziellem Paella-Reis Gemüse, Fleisch (Hühnchen oder Kaninchen), Schalentiere (Muscheln und Garnelen), Fisch und Safran für die unverwechselbar gelbe Farbe und den herben Geschmack. Unsere selbstgemachte Paella war vorzüglich!

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Nun noch ein paar Worte zu den süßen Spezialitäten Spaniens. Bereits im Blogbeitrag vom 05. November 2017 hatten wir bereits vom typischen Pilgergebäck berichtet – der Tarta de Santiago. Diese Mandelküchlein sind typisch für Santiago de Compostela. Generell backen die Spanier sehr gerne mit Mandeln. In ganz Spanien erhält man Mandelkuchen und -törtchen.

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Ebenso kann man in ganz Spanien in jedem Supermarkt kleine Süßigkeiten erstehen. Die verschiedenen, abgepackten Leckereien werden nach Gewicht verkauft. Eine dieser leckeren Dinge ist Turrón, das es vorzugsweise zu Weihnachten gibt. Turrón ist eine Variante des weißen Nougats, das aus Mandeln, Honig, Zucker und Eiweiß hergestellt wird. Meeeega lecker.

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Spaniens Weine sind in Europa ebenfalls sehr bekannt. Hier sind insbesondere die Rotweine zu nennen, die aus der Rioja-Gegend im Norden Spaniens kommen. Sehr lecker!

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Wer nach so vielen leckeren spanischen Spezialitäten noch einen Absacker braucht, der kann sich dann noch einen Sherry gönnen. Der Sherry wird in erster Linie in Südspanien, in der Gegend um Cadiz hergestellt.

 

PORTUGAL

Die Küche Portugals hat für uns nicht wirklich großartige Spezialitäten hervorgebracht. Vielleicht tun wir den Portugiesen ja unrecht, aber die Küche lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen. Deftige Eintöpfe und Fisch.
20171204Faro 021Die Küstenregionen warten natürlich in erster Linie mit frischem Fisch und Fischgerichten auf. Um so erstaunlicher ist es, dass eine der portugiesischen Spezialitäten der bacalhau (Stockfisch) ist.
Ja, richtig, der Stockfisch ist uns bereits in Norwegen begegnet, dort wird er auch hergestellt und ist für uns daher logischerweise als norwegische Spezialität verbucht. Dass der Stockfisch in Portugal eine Spezialität ist, ist nun doch etwas befremdlich.
Aber selbst in den Discountern verbreitet er seinen intensiven, fischigen Geruch im ganzen Laden. Stockfischberge türmen sich auf Tischen und warten darauf, gekauft zu werden. Die Portugiesen formen daraus gerne Bällchen, die sie dann frittieren, oder bereiten den Stockfisch, wie hier auf dem Bild, zusammen mit Kartoffeln in der Art einer spanischen Tortilla zu. Lecker, aber hier im Süden doch sehr ungewöhnlich, finden wir.
20171203Albufeira2 00820171203Albufeira2 009Eine weitere Spezialität, die uns gut gefallen hat und auch außergewöhnlich ist, ist die Cataplana. Die Cataplana bezeichnet eigentlich den `Topf´, in dem das Gericht zubereitet wird. Zwei halbrunde Metallschalen werden zu einer ovalen Form verschlossen und deren Inhalt wird im Ofen gegart. Im Inneren der Form befinden sich Fische, Meeresfrüchte, Kartoffeln und Gemüse, das dann im eigenen Saft geschmort wird. Der Inhalt variiert von Gemüse, über Fisch bis zu verschiedenen Fleischsorten. In unserem Fall war die Cataplana mit Fisch und Meeresfrüchten gefüllt und das intensive Aroma des servierten Gerichts ließ sich kaum beschreiben. Außergewöhnlich lecker!

Im Hinterland und in den Bergen Portugals mag man es gerne deftig. Hier kommen Eintöpfe, wie die Caldo Verde, eine Kohl-Kartoffelsuppe, oder Feijoadas ,ein Bohneneintopf auf den Tisch. Da wir nur an der Küste unterwegs waren, hatten wir nicht so viel Gelegenheit, diese deftigen Eintopfgerichte des Hinterlandes zu probieren.
20171204Faro 018Ganz besonders erwähnenswert sind die kleinen Pastéis de Nata, die es in ganz Portugal gibt. Diese leckeren, kleinen, süßen Blätterteigpastetchen sind mit einer Ei-Sahne-Mischung gefüllt und werden gebacken. Typischerweise ist die Füllung immer leicht verbrannt. Wer es mag, streut sich noch etwas Zimt darauf.

20171118 Coimbra 012Eine weitere süße Spezialität ist die Pastel de Tentúgal. Diese ist sogar auf den Briefmarken Portugals zu sehen. Auch hier sind die Zutaten ähnlich der Pastéis de Nata. Die knusprige Hülle aus Blätterteig krümelt allerdings derart, dass man dieses Pastetchen nur im Freien essen kann.

Getrunken wird in Portugal natürlich auch einiges. Speziell ist sicherlich der Vinho Verde, ein ganz leicht moussierender Wein, der sehr frisch und fruchtig ist und hervorragend zu den Fischgerichten passt.

 

FRANKREICH – TEIL 1

Frankreich! Wo soll man da nur anfangen? Frankreich ist DAS Gourmetland und an jeder Ecke lauert eine Spezialität. Für mich (Verena) ist der Besuch eines Supermarktes in Frankreich Fluch und Segen zu gleich. Zum einen sind die Supermärkte in Frankreich ein Eldorado für Gourmets. Hier gibt es einfach ALLES. Die Fleisch- und Fischtheken quellen über mit den leckersten Dingen, von denen man in Deutschland nur träumen kann. Eine Wachtel, ein Kalbskotelette oder ein Kaninchen gehört hier zum Standardprogramm. Nach über 10 Jahren Bayern, wo es gefühlt nur Schweine- oder Rinderbraten zu kaufen gibt, sind die französischen Supermärkte ein Paradies. Der Haken an der ganzen Sache: Ich könnte alles gleichzeitig kaufen – aber wer soll das denn alles Essen? Also muss man auswählen! Aber was? Es ist doch alles so lecker….

Mit den Spezialitäten tun wir uns in Frankreich echt schwer. Hier ist irgendwie alles eine Spezialität. Selbst das Rinderkotelette ist hier 10 x besser als in Deutschland und für uns eine Spezialität.

Wir möchten es trotzdem versuchen einige ausgewählte Spezialitäten zu präsentieren:

001 BaguetteAllen voran muss man natürlich das Baguette erwähnen. In jedem Dorf, durch das man in Frankreich fährt, begegnet einem mindestens ein Franzose mit einem Baguette unter dem Arm. In Frankreich kommt kaum ein Essen ohne Baguette aus. Besonders lecker: lauwarm, aussen knusprig, innen weich…

002 Pate003 Bayonner Schinken013 Fleisch 3Bei den Wurstwaren unterscheidet sich Frankreich auch von dem deutschen Wurstwarenangebot. Hier gibt es sehr leckere Paté (Pasteten), Rillettes (Schmalzfleisch) und auch der gekochte und rohe Schinken schmeckt einfach anders und irgendwie besser. Manche Regionen haben auch ihre ganz speziellen Schinken, wie z.B. die Auvergne und der Bayonner Schinken aus Aquitanien.

005 Käse006 Käse 1007 Käse 2004 AuvergnetellerNeben Wein ist Frankreich sicherlich auch für seinen Käse bekannt. So wartet jede Region mit ihrem eigenen Käse auf. Wie ja bereits im Blogbeitrag vom 16. September 2017 beschrieben, haben wir den Ort Camembert besucht. Hier gibt es natürlich unzählige Camembertsorten. Aber auch in der Auvergne gibt es ein riesiges Käseangebot, wie den „Bleu d´auvergne“ (Blauschimmelkäse), „Salers“ (ein Bergkäse aus dem gleichnamigen Ort, den wir besucht haben), den „Saint-Nectaire“ und viele andere leckere Käsesorten.

008 Fois gras 1009 Fois gras 2010 Fois gras 3Eine Spezialität, die es auch in vielen Regionen Frankreichs zu kaufen gibt, ist die „fois gras“ (Enten- oder Gänsestopfleber). Die fois gras schmeckt besonders gut mit einem Süßwein, wie z.B. einem Monbazillac oder einem Sautern. Fois gras gibt es von der Ente und von der Gans und ist geschmacklich am ehesten mit einer ganz feinen Leberwurst zu vergleichen.

011 Fleisch 1Wie anfangs schon erwähnt, ist das Fleisch in Frankreich kaum mit den deutschen Produkten zu vergleichen. Dieses Rinderkotelette ist 21 Tage gereift (es gibt auch Fleisch, dass noch viel länger gereift ist), wog mit Knochen 1 KG und war gegrillt einfach nur ein Gedicht.

012 Fleisch 2Aber auch die Auswahl an anderen Fleischsorten ist überwältigend. Wo bekommt man denn in Deutschland bitte mal eine Wildente? (Canard sauvage). Gleich nebendran liegen hier auf dem Markt noch Tauben (Pigeon) und Wachteln (Cailles). Wir haben uns eine Wildente gegönnt – was gibt es leckeres?

014 Fleisch 4Ein typisch französisches Gericht, das aus Kalbfleisch hergestellt wird, ist „blanquette de veau“. Die Kalbfleischstücke werden in der Sauce ca. 2 Stunden geschmort, bis sie fast zerfallen. Das schmeckt einfach nur lecker!

015 FischAber neben Fleisch bekommt man in Frankreich, und zwar nicht nur an der Küste, überall frischen Fisch. Fast jeder kleine Supermarkt hat eine Fischtheke, die sich sehen lassen kann.

016 SchneckenIm Badischen gibt es sie zwar auch, aber wohl mehr bekannt und weiter verbreitet sind die Schnecken in Frankreich. Wir haben hier frische Schnecken von einer Schneckenfarm bekommen.

017 Pilze018 Kastanien019 FeigenFrankreich im Herbst bietet auch ganz viele leckere Spezialitäten aus der Natur. Da gibt es neben Steinpilzen viele Maronen (im Wald gesammelt), Walnüsse und sogar Feigen, die man direkt vom Baum pflücken kann.

020 Törtchen021 TarteAuch die Schleckermäulchen unter uns haben in Frankreich ihre reinste Freude. Hier gibt es nicht einfach Kuchen und Torte, sondern liebevoll zubereitete `Kunstwerke´, wie dieses Törtchen und die superleckeren Tartes, die es mit vielen verschiedenen Obstsorten belegt gibt.

022 Eclaire023 CrepesDie bei uns unter Liebesknochen bekannten Eclaires, die es in den Geschmacksrichtungen Vanille, Schokolade und Kaffee gibt, sind in ganz Frankreich zu haben und natürlich die Crèpes in vielen verschiedenen Varianten. (hier mit Salzkaramell)

024 Wein025 Calvados026 OranginaWenn wir nun noch einen Blick auf die Getränke werfen, dann darf natürlich der Wein in Frankreich nicht unerwähnt bleiben. Frankreich ist für uns DAS Weinland und bietet, je nach Region, die verschiedensten Weine an. Aber auch Champagner, Cidre (Apfelwein) und Hochprozentiges wie der Calvados dürfen nicht fehlen. Bei Kindern wohl ganz bekannt: Orangina, das früher noch in Glasfläschchen verkauft wurde und heute leider auch nur noch in der Plastikflasche zu haben ist – immerhin, das Styling der Flasche und der Geschmack sind gleich geblieben.

Das aber wahrscheinlich am meisten getrunkene Getränk der Franzosen ist „une carafe d´eau“ – Leitungswasser, das in der Karaffe auf den Tisch gestellt wird. Kostet nichts und ist völlig alltäglich.

 

GROßBRITANNIEN

Wenn man an Großbritannien und Spezialitäten denkt, dann stellt sich zunächst die Frage: Gibt es in diesem Land überhaupt so etwas? Ja! Es gibt diverse Spezialitäten und wir müssen zugeben, dass uns Großbritannien in diesem Punkt echt überrascht hat. Lebensmittel sind im ganzen Land ziemlich günstig. So gibt es Unmengen an Obst in allen Variationen. Diese sind sofort essbar und superfrisch abgepackt. Das hat uns wirklich überrascht.

Aber nun zu den Spezialitäten:

20170805 York 05520170805 York 052Die wohl bekannteste Spezialität Großbritanniens ist „Fish and Chips“. Diese unfassbar fettigen ausgebackenen Fische mit dicken, mindestens genauso fettigen Pommes (Chips), gibt es wirklich im ganzen Land und sie sind überall gleich fettig. (Wir hatten 2 Versuche, jeweils mit gleichem Ergebnis). Das Fischfilet wird durch einen Ausbackteig gezogen und ist unter dieser fetttriefenden Hülle dann auch tatsächlich ziemlich saftig. Vielleicht muss man tatsächlich Brite sein, um dieser Spezialität etwas abzugewinnen.

20170808 Edinburgh 002Die zweite Spezialität, die einem wohl auch gleich zu Großbritannien einfällt, ist das „full english breakfast“. Dieses gibt es in ganz vielen verschiedenen Variationen. In Schottland kommt dann noch „Black Pudding“ und „Haggis“ (hierzu später mehr) dazu und nennt sich „full scottish breakfast“, in Wales heißt es „full welsh breakfast“ und wird von speziellen Würsten begleitet.

20170903 Cotswolds 040Auch ganz bekannt sind die vielen verschiedenen „Pies“ (Pasteten), die mit allem Möglichen gefüllt sind und lauwarm hervorragend als Vorspeise oder Mittagssnack gegessen werden können.

20170827 Liverpool 022Eine Spezialität, die wohl vorrangig am Sonntag gegessen wird, ist das Roastbeef mit Gemüse und dem typischen Yorkshire-Pudding. Ja, das Ufo, das da auf dem Teller gelandet ist, nennt sich Yorkshire-Pudding und hat mit dem in Deutschland bekannten Pudding so rein gar nichts gemein.

Der Yorkshire-Pudding schmeckt nicht nur wie ein salziger Windbeutel, er hat auch dessen Konsistenz. Auch wenn er etwas unförmig aussieht und pur gegessen, zugegebenermaßen, ziemlich lahm schmeckt, so eignet er sich dennoch hervorragend, um die leckere Soße zu tunken. Insofern hat er durchaus seine Berechtigung auf dem Teller.

20170905 Rye-Calais 045Jetzt wird sich so Mancher fragen, was denn dieses indische Gericht in den britischen Spezialitäten zu suchen hat. Aber tatsächlich gibt es an jeder Straßenecke „Chicken Tikka Masala“ zu essen. Auch als Fertiggericht ist diese Spezialität überall zu bekommen und sie schmeckt für unseren Gaumen tatsächlich sehr authentisch und ausgesprochen lecker.

20170905 Rye-Calais 014So, und was will uns nun dieses gewöhnliche „Wurschtbrot“ sagen?

Ja, auch das Sandwich ist eine typische englische Spezialität und bedarf Eurer Aufmerksamkeit. Denn jetzt kommen wir zur Klugscheißerei des Tages:

Wahrscheinlich erfunden hat das Sandwich nämlich der Earl of Sandwich, der sein Kartenspiel nicht unterbrechen wollte und sein Fleischstück zwischen zwei Brotscheiben bestellte. Tata!!!!! Das Sandwich war erfunden.

 

Nun kommen wir zu ein paar schottischen Spezialitäten, deren Zubereitung und Ingredienzien zugegebenermaßen etwas befremdlich wirken.

20170812 Nessi2 001Da haben wir als Erstes das „Porridge“. Es wird aus Haferflocken und Wasser (oder Milch) gekocht und dann mit etwas Salz oder Früchten und Joghurt serviert. Sagen wir mal so, wer gerne Milchreis mag, der kann das ja mal probieren. Wir mögen keinen Milchreis und wir ersparen uns hier weitere Beschreibungen.

20170807 Nordengland 040Die schottische Spezialität nennt sich „Haggis“ und ist ein mit gehackten Schafsinnereien, Zwiebeln und Hafer gefüllter Schafsmagen. Ja, wir wissen, das hört sich nicht so furchtbar lecker an, ist es aber!!! Wir hätten nie gedacht, dass Haggis uns schmeckt, aber es ist so lecker, das wir diese Spezialität mehrfach gegessen haben. Serviert wird Haggis traditionell mit Kartoffel- und Weisse-Rüben-Puree.

20170807 Nordengland 043Weitere Spezialitäten, die es vor allem in Schottland gibt sind der „Black Pudding“ und verschiedene Schweinswürste. Hier ein Teller mit Haggis, Black Pudding, Schweinswurst und Pie.

Werfen wir noch einen Blick auf die Süßspeisen des Landes.

20170827 Liverpool 025Ganz bekannt ist das „Crumble“. Das Crumble wird aus Früchten mit Streußeln lauwarm serviert. Sehr süß, sehr lecker und suchtgefährlich! Oft gibt es Apfelcrumble, hier ist es ein Kirschcrumble.

20170807 Nordengland 009Ganz typisch ist auch der „Cream Tea“, der in allen Cafés in England zu haben ist. Hierbei handelt sich um „Scones“ mit „Clotted Cream“ und Erdbeerkonfitüre. Scones sind ähnlich unserer deutschen Rosinenbrötchen. Clotted cream kann man am ehesten mit Mascarpone vergleichen. Zusammen mit einem Schwarztee nennt sich das Paket dann Cream Tea und ist unglaublich lecker.

20170902 Wales Reste 013Auch lecker: Scones mit „Lemon Curd“. Lemon Curd ist eine zitronige Paste, die ganz cremig und frisch schmeckt.

20170819 Isle of Sky2 064„Shortbread“ ist das Gebäck aus Schottland. Diese „Butterkekse“, welche leicht salzig sind, sind einfach göttlich.

20170902 Wales Reste 001Nun zur süßesten aller Süßigkeiten, die in ganz England zu bekommen ist: „Fudge“. Fudge ist ein Karamellkonfekt, das buttrig und in verschiedenen Geschmacksrichtungen zu bekommen ist. Lecker, aber nur in kleinen Mengen genießbar.

Kommen wir nun noch zu den flüssigen Spezialitäten.

20170824 südlich Glasgow 034Hier ein typisches englisches „Ale“. Das englische Bier schmeckt leicht süßlich, ist dunkler und malziger als das deutsche Bier und es ist recht süffig.

Und jetzt fragen sich natürlich alle: Und was ist mit dem Whisky???

Wir sind beide keine Whiskytrinker und daher überlassen wir das Urteil dieser Spezialität denen, die davon etwas verstehen.

 

NIEDERLANDE & BELGIEN

Die Niederlande ist wohl eher für Tulpen und Coffee-Shops (Joints) bekannt, als für ihre gute Küche, aber auch in den Niederlanden findet man die eine oder andere Spezialität.

20170728 Schagen 005Da gibt es vor allem überall Imbissläden, in denen so ziemlich alles frittiert wird. Am meisten bekannt und verbreitet ist wohl die Frikandel – eine längliche Frikadelle, die frittiert wird und geschmacklich sich irgendwo zwischen Frikadelle und Bratwurst bewegt. Kann man mal essen, wird aber sicher nicht unsere Lieblingsspeise.

20170728 Schagen 030Eine weitere Spezialität der Niederlande ist die Erbsensuppe. Das wussten wir bisher auch noch nicht, ist aber so.

20170728 Schagen 031Nicht zu vergessen ist natürlich der Matjes mit Zwiebeln und Bratkartoffeln.

Was wir leider in den 3 Tagen, die wir in den Niederlanden unterwegs waren nicht probieren konnten, waren, der Goudakäse, den wir aber auch aus Deutschland ganz gut kennen und Poffertjes, kleine süße Pfannküchle mit Puderzucker.

Wir waren leider nur 1 Tag in Belgien, so dass es gar nicht so leicht war, die Spezialitäten des Landes zu probieren.

Unbedingt erwähnt werden müssen natürlich Pommes Frites. Die Belgier haben diese nämlich laut Wikipedia erfunden und es gibt überall Frittierereien, die sich in Belgien Frituur nennen. Leider hatte am Tag unserer Durchreise die Frituur bei unserem Mittagsstopp geschlossen.

20170731 Belgien 011Die Belgier sind aber auch bekannt für Ihr Bier. Unter anderem gibt es die Trapistenbiere, die sehr malzig schmecken.

20170805 York 001Die belgische Schokolade ist auch bekannt und schmeckt absolut lecker – allerdings nicht unbedingt leckerer als gute andere Schokolade.

 

DÄNEMARK

Die wohl bekannteste dänische Spezialität ist das Smørrebrød. Verschiedene belegte Brote mit Fisch oder Fleisch/Wurst und etwas Salat oder Gurke. Leider ergab sich keine Gelegenheit diese in Dänemark zu testen, aber ich denke wir kennen diese leckeren Brote auch alle von diversen Veranstaltungen, die bei uns dann eben „Häppchen“, heißen.

20170722 Varde+Henne 010Auch ganz typisch für Dänemark ist der Hotdog. Hierbei handelt es sich um eine rot gefärbte Wurst (Røde Pølse) im ziemlich weichen Brötchen, mit Essiggurken, Röstzwiebeln, Remoulade, Senf und Ketchup. Wer es schafft, diesen Hotdog `unfallfrei´ zu essen, hat darin wohl sicher Übung.

20170722 Varde+Henne 01120170722 Varde+Henne 012Süß und klebrig – so müssen sie wohl sein diese Wienerbrød, die es in allen möglichen Kombinationen mit Pudding und Früchten gibt. Bei uns als Plundergebäck bekannt, gibt es diese leckeren Wienerbrød bei allen Bäckern und Konditoreien in Dänemark massenhaft.

20170724 Schleswig 001Kaum verlässt man den skandinavischen Norden, ist Alkohol wieder erschwinglich. Die Dänen warten mit einigen eigenen Brauereien auf. Bei uns bekannt, ist wohl am ehesten das Bier von Carlsberg und Tuborg. Etwas Besonderes ist der Aquavit – ein Kümmelschnaps, der den Magen aufräumt und eiskalt getrunken wird.

 

SCHWEDEN

Schweden riecht für uns schon von Weitem nach Zimt, Kardamom und Kaffee.

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Um diese leckeren süßen Hefeteilchen kommt man leider nicht herum. Fast in allen süßen Stückchen ist Zimt oder Kardamom verarbeitet. Wer diese Zutaten nicht mag, hat Pech gehabt. Wer sie allerdings mag, hat ein viel größeres Problem – und zwar in kürzester Zeit auf seinen Hüften.

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Auch aus der schwedischen Küche nicht wegzudenken, sind die schwedischen Waffeln mit Sahne und Marmelade.

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Schweden ist DIE Kaffeetrinkernation. Kaffee trinkt man hier noch fast überall als klassischen Filterkaffee, von dem man sich meistens sogar kostenlos nachschenken darf (patar).

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Natürlich hat Schweden nicht nur süßes Gebäck zu bieten. Neben Elch und Rentier, das wir ja bereits in Finnland gegessen haben, hat die schwedische Küche natürlich auch die allen bekannten (wenn nicht aus den Astrid-Lindgren-Büchern, dann aber bestimmt von Ikea) Köttbullar. Diese aus der schwedischen Küche nicht wegzudenkenden Hackfleischbällchen isst man entweder kalt als Köttbullarsmörgas med Rödbetssalat oder warm mit Püree, Erbsen und Preiselbeeren.

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Auch typisch für uns ist das Lättöl – das Leichtbier in Schweden.

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Das meistgekaufte Auto in Schweden ist welches? – Richtig: das „bilar“. Diese Zuckerschaum – „Autos“ gibt es überall zu kaufen. Sie sind wahnsinnig süß, schmecken vanillig und sind echte Plombenzieher.

Natürlich hat Schweden noch ganz viele andere leckere Spezialitäten, wie Wallenberger, Jansons Versuchung, Surströmming, pytt i panna, etc….zu bieten, die wir in der Kürze der Zeit leider nicht probieren konnten.

 

NORWEGEN

20170627 Senja Botnhamn 001Lachs gibt es in Norwegen in fast allen Formen. Wir haben ihn natürlich auch probiert und den Lachs – klassisch zubereitet – mit Gurkensalat gegessen. Vor allem in Nordnorwegen gibt es scheinbar sehr lachsreiche Flüsse – wir haben viele Angler gesehen, die hüfttief in eiskaltem Wasser standen und ihr Glück versuchten. Leider haben wir nie gesehen, wie ein Angler einen Lachs aus dem Wasser zog. Dieser hier stammt aus dem Supermarkt und war auch sehr lecker.

20170702 Lofoten 003Eine weitere Spezialität in Norwegen sind die Fischfrikadellen. In jedem Supermarkt gibt es haufenweise davon, in vielen verschiedenen Formen und Größen. Diese Frikadellen lassen sich sehr gut kalt essen, aber auch warm. Sehr lecker, als Snack zwischendurch. Sie sind relativ fest und trotzdem saftig und schmecken, wer hätte es vermutet, ziemlich stark nach Fisch.

Wir haben ja bereits in unserem Blogbeitrag aus den Lofoten berichtet, dass wir das Glück hatten, tatsächlich Wal probieren zu können.

20170630 Lofoten 045Das erste Mal konnten wir Wal vom Grill probieren, und zwar anlässlich des Dorffests in Laukvik.

20170707 Norwegen Ost 00720170707 Norwegen Ost 011Und dann konnten wir noch ein Stück frischen Wal kaufen. Dieses haben wir wie ein Rinderfilet zubereitet.

Walfisch ist in seiner Konsistenz fest und mager, es erinnert tatsächlich etwas an Rindfleisch mit leichtem Fischgeschmack. Sehr lecker!

20170629 Lofoten 04220170709 Schweden Karlstad 011Eine ganz besondere Tradition ist natürlich der Stockfisch. Die Zubereitung des Gerichtes, hier ganz klassisch in einer Tomatensauce mit Kartoffeln, dauert mehrere Tage, da der Fisch noch gewässert werden muss. Aber auch das war im Wohnmobil kein Problem – Stockfisch „we like“!

20170710 Schweden Kristinehamn 016Vielleicht keine typische Spezialität aus Norwegen, aber für Uwe zum Top-Favoriten der Spezialitäten auserkoren: diese leckere Schokomilch – die Beste, die es gibt!

 

FINNLAND

Die finnische Küche hat einige Spezialitäten zu bieten, die wir im mitteleuropäischen Raum nicht unbedingt auf der Speisekarte finden. Geprägt ist die Küche von den Ressourcen, die die finnischen Seen und Wälder zu bieten haben.

20170603 Kuopio Camping 001In Kuopio, im Zentrum des „finnischen Seengebiets“, hatten wir das Vergnügen, eine Spezialität zu probieren, die sich Kalakukko nennt – ein mit Fisch oder Fleisch gefülltes Roggenbrot (hier mit Fleisch). Es schmeckt recht deftig und durch das Roggenbrot etwas säuerlich.

20170606 Finnland Mitte 003Leider haben wir einen Elch in ganz Finnland nur auf unseren Tellern gesehen. Hier als `Gyrosteller´ vom Elch. Elchfleisch ist sehr lecker. Es schmeckt ähnlich wie Rindfleisch, etwas süßlich und hat unserer Meinung nach keinen Wildgeschmack, was verwundert, leben sie doch als Könige der Wälder in ganz Skandinavien.

20170606 Finnland Mitte 004Auf unserem finnischen Vorspeisenteller finden sich folgende Spezialitäten:
• Sill – sauer eingelegter Fisch
• Karjalanpiirakka – Karelische Pirogge, Roggenbrot über dem Holzfeuer gebacken und mit Reis gefüllt. Lecker!
• Roggenbrot
• Leipäjuusto – auch genannt: Knisterkäse oder Quietschkäse. Als wir den Käse probiert haben, war uns klar, warum der Käse auch Quietschkäse heißt. Man muss fast lachen, wenn man den Namen des Käses kennt und dann hineinbeißt – es quietscht….Der Käse schmeckt nicht schlecht – eher nach gar nichts. De Käse wird über dem Feuer gebacken, was wir aber nicht wirklich rausschmecken konnten.

20170614 Ivalo 014Eine andere Vorspeise – der Klassiker der skandinavischen Küche: Vollkornbrot mit Ei, Gurke und „Graved Lachs“, dazu ganz viel Dill – skandinavischer geht es kaum noch.

 

20170614 Ivalo 017In den vielen Seen in Finnland gibt es natürlich auch jede Menge Fisch – dieser (leider nicht selbst geangelte) Fisch hat sein Ende auf dem Grill gefunden.

IMG_5384Alkohol ist in Finnland ganz schön teuer – aber die Lappen brauen sogar ihr eigenes Bier!

20170613 Inari 005Das Highlight der Spezialitäten bildet allerdings das Rentierfilet. Ein absoluter Genuss. Mit Worten eigentlich nicht zu beschreiben. Am besten selbst nach Finnland fahren und probieren….

 

BALTIKUM

Das Baltikum hat viele leckere Spezialitäten zu bieten.

20170521 Klaipeda Lit und Tag 1 Lettland 001Eine dieser Spezialitäten sind Zeppelini. Ihren Namen haben diese unfassbar leckeren, fleischgefüllten `Kartoffelklöße´ von Ihrer Form, die an kleine Zeppeline erinnern. Auch wenn diese Spezialität Litauens unglaublich sättigend ist, müssen wir alles aufessen, weil sie sooo lecker sind – unbedingt probieren!

Bettina und Gerhard, erinnert Ihr Euch noch an die Zeppelini, die ich uns mal im Büro zubereitet habe?

 

20170528 Estland 001In Lettland und Estland ist der skandinavische Einfluss allgegenwärtig. So gibt es unzählige Arten an Frikadellen in allen Formen, Größen und Geschmacksrichtungen.

Der gefüllte Pfannkuchen soll auch eine Spezialität sein und schmeckt lauwarm ganz lecker.

Auch typisch ist der Kümmelkäse – der Geschmack ist Gewöhnungssache, die Konsistenz erst recht. Am Kümmelgeschmack und leicht säuerlichen Käse lässt sich wohl nicht viel ändern, an der radiergummiartigen Konsistenz können die Letten aber noch arbeiten.

Süßigkeiten der Firma Laima sind überall zu bekommen – ganz lecker, finden wir, aber nicht anders als andere Süßigkeiten auch.

Etwas Besonderes ist das dunkle Brot, das mit Kardamom gebacken wird und dadurch unverwechselbar schmeckt.

 

POLEN

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20170515 Polen Dzwirzyno 006.jpgEine Spezialität Polens ist Pierogi. Die Teigtaschen, ähnlich wie Maultaschen, gibt es mit allem Möglichen gefüllt. Von Fleisch über Gemüse bis hin zu Sauerkaut. Wir haben den Klassiker mit Fleischfüllung probiert.

Sie schmecken ähnlich wie Maultaschen, aber etwas deftiger – sehr lecker!

20170518 Danzig 041.jpgEine weitere Spezialität ist eine „Rote- Beete – Suppe“. Hier mit Teigtäschchen als Einlage. Die Suppe schmeckt leicht säuerlich, eher wenig nach Roter Beete. Kann man essen – muss man aber nicht.

20170518 Danzig 043.jpgFür die Süßen unter uns wartet Polen auch mit sehr leckeren „Gofri“ auf. Die leckeren, frischgebackenen Waffeln gibt es überall. Sie sind mit soooo viel Sahne superlecker und sitzen beim Verlassen des Cafés schon auf der Hüfte.

20170520 Polen-Litauen 003.jpgGott sei Dank hat Polen noch eine Spezialität zu bieten, die man nach so deftigem und kalorienreichen Essen auch dringend braucht! VODKA! Ein Schluck reicht und im Magen ist wieder Platz für noch mehr leckere Spezialitäten im nächsten Reiseland.