LICHT UND SCHATTEN IN SPANIEN UND PORTUGAL

Licht und Schatten in Spanien und Portugal.

Herzlich willkommen zu dieser Special Edition.

Mit TUI & Co. waren wir früher schon ein paar Mal in Spanien und Portugal. Die Eindrücke, die wir aus diesen Reisen hatten, decken sich, so vermuten wir, mit denen, die die meisten TUI – Reisenden aus diesen beiden Ländern mitbringen.

Während so einem einwöchigen Trip an die Algarve oder an die Costa XY pendelt man zwischen Hotelpool, Buffet und dem hoteleigenen Strand und findet alles ganz toll. Oder man schlendert mal ein bisschen die örtliche Flaniermeile hin und her und genießt den wohlverdienten Kurzurlaub.

In den vergangenen drei Monaten hatten wir die Gelegenheit, beide Länder mal etwas anders zu bereisen. Erstens natürlich deutlich länger und zweitens mit dem Blick hinter die Kulissen im Landesinneren. Dieses Landesinnere beginnt quasi direkt hinter der strandnahen Touristenlinie, manchmal nur zwei oder drei Häuserzeilen weiter. So weit muss man also gar nicht fahren.

In unseren blogs haben wir bislang überwiegend die schöne Seite der beiden Länder gezeigt. Dafür haben wir die besten Fotos ausgewählt, die schönsten Sonnenuntergänge an malerischen Buchten und die romantischsten Plätze. Und das ist auch gut so, weil es ja wirklich auch so war.

Heute wollen wir einmal die andere Seite dieser Länder zeigen. Diese Seite ist hässlich. Sie zeigt sich mit Bauruinen, Schutt und Bergen von Müll an jeder Ecke.

Das besonders Schlimme daran ist, dass dies keine Einzelfälle sind, die es in jedem Land mal gibt. Auch im schönen Deutschland findet man ja leider wilde Müllkippen und Bauruinen. Nein, hier ist es der Standard. Alltäglich, überall und normal.

Bauruinen, nicht eine, viele. In nahezu jedem Ort. Teilweise sehen wir ganze Bauruinensiedlungen. Verfallene Reihenhaussiedlungen. Vielleicht ein Ergebnis der Finanzkrise 2008, als gerade Portugal und Spanien am Boden lagen? Wir wissen es nicht. Wenn dem so ist, könnte man dafür Verständnis entwickeln, Bedauern zeigen und leise fragen, ob man denn die Bauruinen mal langsam abreißen könnte? Oder fertig bauen?

Für den überall herum liegenden Müll können wir dagegen kein Verständnis entwickeln. Denn dieser hat nichts mit der Finanzkrise zu tun. Das ist einzig und alleine eine Einstellungssache. Vielen Portugiesen und Spaniern scheint es völlig egal zu sein, wie es um sie herum aussieht. Auch das ist leider kein Einzelfall, sondern die Regel. Entlang den Straßen sehen wir kilometerlang achtlos weggeworfenen Müll. Wir sehen ganze Felder, voll mit Müll. Müll, der inmitten schöner Orte einfach auf den Parkplatz geworfen wird. Müll auf Wanderwegen, Müll am Strand. Müll überall.

Besonders tragisch finden wir, dass die Spanier und Portugiesen mit der landschaftlichen Schönheit ihrer beiden Länder so unendlich viele Ressourcen für einen geregelten Tourismus hätten. Küsten, soweit das Auge reicht. Berge direkt am Meer, viel Grün im Norden, karge Felsen im Süden. Viel Abwechslung, viel Ruhe, viel Idyll und dazwischen: Bauruinen und Müll, Müll, Müll. Schade, denn dies trübt das schöne Bild der beiden Ländern doch sehr.

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